Kein besonders originelles Wortspiel, aber eins, das es trifft. Shanghai ist nicht nur die Stadt der Hochhäuser, sondern auch die des Lichts. Fast jeder große Wolkenkratzer hat seine eigene Lichtästhetik. Hier ein dezentes Blinken, da bonbon-bunte Scheinwerfer. Mal werden die Häuser vom Boden angestrahlt, mal sind unter manchen Fenstern Leuchten montiert. Überall blinkt, blitzt und strahlt es – vor allem am Bund, der Uferpromenade, aber auch überall sonst wo sich Hochhäuser (und deren Besitzer) voneinander unterscheiden wollen. Shanghai am Abend, das ist das „Festival Of Lights“ – nur jeden Abend, das ganze Jahr lang.
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| Jeden Abend große Lightshow - Blick auf den Stadtteil Pudong |
Zur Expo haben sie sogar einer der Brücken über den Huangpo (die sich über das Ausstellungsgelände zieht) eine Festbeleuchtung verpasst. Und nun strahlt sie (inklusive ihrer kilometerlangen Zufahrten) jeden Abend in verschiedenen Farben. Mal blau, mal grün, mal rot und auch mal regenbogenbunt.
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| Bunte Brücke - Lichtinstallation am Expo-Gelände |
Den besten Blick auf das Schauspiel hat man von Oben. Und das beste Oben ist die Bar „Cloud 9“ im 87. Stock des Jin Mao-Hauses, einer der höchsten Wolkenkratzer Asiens, in dem u.a. das höchstgelegene Schwimmbad der Welt und der längste Wäscheschacht der Welt zu finden sind. Und eben „Cloud 9“ – es ist die Bar des Hyatt-Hotels (dessen „erste Etage“ im 54. Stock liegt) und sie bietet einen beeindruckenden Rundumblick auf die Lichter von Shanghai.
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| Shanghai von Oben - Blick aus dem "Grand Hyatt" |
Das Design ist recht minimalistisch und es ist puff-dunkel, damit man die Lichter draußen auch gut erkennen kann (weswegen der Kellner zur Rechnung auch die Taschenlampe bringt). Die Aussicht ist super, die Drinks sind es nicht, eher Durchschnitt und für Shanghai recht teuer. Aber der Blick rechtfertigt den Preis. Allerdings nur bis etwa 23:30 – dann wird weiten Teilen des Lichtermeers der Strom abgedreht und danach sieht Shanghai auch von oben wieder wie eine ganz normale Großstadt aus.
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