Taxifahren in Peking ist billig, aber nicht immer sind Taxen verfügbar und manchmal haben die Taxifahrer auch einfach keine Lust. Dann schlägt die Stunde der Motorrikschas. Das sind kleine Mopeds mit Passagierkabine. Sie sind silbern und sehen unglaublich wacklig, aber irgendwie auch lustig aus.
 |
| Wenn mal wieder kein Taxi zu kriegen ist - mit so einem Teil kommt man fast überall hin |
Eine Fahrt mit so einem Teil ist eines der letzten Abenteuer in Peking. Mein Fahrer ist im Rentenalter, hat ein wettergegerbtes Gesicht und kaum noch Zähne im Mund. Todesmutig gibt er seinem Zweitakter die Sporen und tuckert los. Doch schon nach ein paar Minuten biegt er von der Hauptstraße ab und fährt durch die Hutongs. Deren Gassen sind für Autos manchmal zu schmal, für diese Teile aber nicht. Auch sonst verläuft die Fahrt eher unorthodox. Auf der Straße fahren wir selten, eher auf den Radfahrerspuren.
 |
| Klein, eng, laut und dreckig - die kleinen Dreiräder sind ökologisch unkorrekt, aber irgendwie sympathisch. |
Es ruckelt und rumpelt, der Zweitakter stinkt und die Tür meiner Passagierkabine wackelt derart heftig, dass ich mich frage, wie lange sie noch geschlossen bleiben wird. Aber nach ein paar Minuten bin ich am Ziel. Die Tür blieb zu. Mein Fahrer lächelt, wendet und verschwindet im Verkehr.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen