Reingehen, einchecken, losfliegen – so einfach könnte es sein. Aber schon das Reingehen wird zum Problem. Denn zusammen mit anderen Reisenden lande ich hinter der Eingangstür zum Flughafen Hongqiao in einer Art Pferch. Davor ein Sicherheitsmann. Es geht nicht vor – aber auch nicht zurück. Warum? Keiner weiß es. Auf einmal geht das Absperrband doch noch auf und ich habe die erste Hürde auf dem Weg nach Hongkong genommen. Das Einchecken ist quälend langsam, vor mir versucht einer sein Fahrrad und einen Koffer mit den Ausmaßen eines Überseecontainers mitzunehmen – nur um dann doch zum Schalter für Sperrgepäck gehen zu müssen.
Bei der Grenzkontrolle wird mein Visum entwertet – jetzt bin ich offiziell aus China ausgereist, es gibt kein zurück. Hongkong ist noch knapp 3 Stunden entfernt. Der Flug ist öde, das Essen ist mies und das Eis, dass es zum Nachtisch gibt, ist so steif gefroren, dass es erst mal 20 Minuten auftauen muss, bevor ich auch nur daran denken kann, es zu essen.
Landung in Hongkong. Freies WLAN am Flughafen. Zum ersten Mal seit 3 Wochen sehe ich dieses Blog. Die Einreise ist in ein paar Minuten erledigt, ein freundlicher Mensch von der Tourist-Information setzt mich in den richtigen Bus. Und an Bergen und Hochhäusern vorbei geht es jetzt ins Hotel.
Während der Busfahrt wird es dunkel und wir passieren eine Brücke über die Bucht. Und vor der Kulisse der Hochhäuser drängeln sich dort Frachtschiffe dicht an dicht. Es sieht aus wie in einem Film. Wir kommen auch am Containerterminal vorbei, wo die großen Überseefrachter liegen. Irgendwie komisch – bei ihrem Anblick kriege ich Fernweh, dabei bin ich doch schon in der Ferne...
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