Die Gegend in der ich wohne ist eins der Ausgehviertel von Peking – zumindest für europäische Touristen. An jeder Ecke sieht man Deutsche, Engländer, Franzosen, Australier usw. Und – ganz ehrlich – so sehr man Landsleute unterwegs versucht zu vermeiden, in einer Stadt in der kaum jemand Englisch spricht und in der Du am besten rumkommst, wenn Du dem Taxifahrer dein Ziel auf chinesisch zeigen kannst, tut es manchmal ganz gut ein vertrautes Gesicht zu sehen.
Das Kneipenzentrum dieser Gegend ist die Nan Luong Street, ein schmaler Schlauch mit einstöckigen Häusern, in denen sich meist Läden oder Kneipen befinden. Hier gibt’s alles, was das Touristenherz begehrt – Stempel mit chinesischen Schriftzeichen, Kunsthandwerk, T-Shirts mit Barack Obama im chinesischen Parteianzug und dem Schriftzug „Obamao“, Taschen, Fakes usw. Es gibt sogar einen Laden für Monchichis. (Die Kinder der 80er werden sich noch erinnern...)
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| Bei uns out, in China immer noch angesagt: Monchichis |
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| Mein erstes Souvenir - irgendwie konnte ich diesem Streichelreflex dann doch nicht widerstehen |
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| Keine Werbung der US-Republikaner, sondern China-Gag in einem Laden in der Nan Luogu Street |
Auf meiner Tour durch die Nan Luogu Street fällt mir ein Laden auf – und zwar deswegen, weil ausnahmsweise kein Chinese hinter der Bar steht. Der glatzköpfige Hüne am Tresen heißt Nigel und ist Australier. Die Bar, nach ihrer Größe „12 sqm“ benannt (obwohl sie inzwischen drei Mal so groß ist), gehört einem Landsmann von ihm und Nigel kellnert hier von Zeit zu Zeit. Es gibt Bier aus aller Welt (erstaunlicherweise kriegt man hier an jeder Ecke das belgische „Hoegaarden“, dass zwar sehr lecker ist, man aber in Deutschland mit der Lupe suchen muss), eine gute Whiskyauswahl – und keine Verständigungsprobleme. Außerdem trifft man hier auf andere Ausländer, die noch den einen oder anderen guten Peking-Tipp parat haben. Also, falls Ihr mal nach Peking kommt....



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