Der Pekinger Südbahnhof ist ein Monstrum. Eins aus Glas, Beton und Stahl. Die Halle ist so Hoch wie ein Mehrfamilienhaus, es sieht aus, wie an einem Flughafen. So ähnlich geht es hier auch zu. Jedes Gepäckstück wird durchleuchtet, danach folgt ein eher liebloser pro-forma Scan mit einem Metalldetektor. Bei all dem Kram, den ich bei mir habe piept es ununterbrochen. Aber ich darf ohne weitere Kontrolle passieren.
| Mehr Palast als Bahnhof - der Südbahnhof in Peking |
Von dem Zug, der mich nach Shanghai bringt, kann sich die deutsche Bahn eine Scheibe abschneiden. Sauber, modern, komfortabel. Für jeden Fahrgast stehen Schlappen bereit, an jedem Bett gibt es einen Monitor, der Kopfhörer dafür hängt daneben, es gibt auch Bügel und genügend Stauraum für Gepäck, im Gang befindet sich ein Heißwasserspender. Ich reise „Soft Sleeper“ – die chinesische 1.Klasse und ich reise mit einer chinesischen Heilpraktikerin und einem Pärchen aus Paris, er macht in Werbung, sie ist Malerin. Obwohl ich im Zug normalerweise nie schlafen kann, klappt das hier wunderbar. Als ich aufwache, ziehen schon die zahllosen Vororte von Shanghai vorbei. Überall wird gebaut, halbfertige Schnellstraßen und Siedlungen mit 50 und mehr Hochhäusern tauchen aus dem Morgennebel vor unserem Zugfenster auf.
Die Shanghaier Hongqiao Station steht dem Pekinger Südbahnhof in nichts nach. Die Masse der Bahnsteige, die wir aus dem Zug sehen, sorgt dafür, dass man sich selbst winzig fühlt. Auf dem Nebengleis steht ein alter Bekannter, die chinesische Variante eines deutschen ICE.
| Wie das Land, so der Bahnhof - die Haupthalle der Hongqiao-Station in Shanghai |
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen