Bei Grenzkontrollen wird mir immer irgendwie anders. Meine Papiere sind in Ordnung, ich habe keine Waffen, Drogen oder Uranpellets bei mir, schmuggle keine Pornos und bin auch nirgendwo zur Fahndung ausgeschrieben. Unbehaglich ist der Gang zum Schalter mit dem meist streng und teilnahmslos dreinblickenden Immigration Officer trotzdem immer. Auf dem Weg zur Grenzkontrolle stelle ich mich geistig auf das Schlimmste ein – nur um nach weniger als einer Minute mit Einreisestempel im Pass von der Grenzbeamtin durchgewunken zu werden. Ich bin drin. Jetzt muß ich nur noch ins Hotel. Die E-Mail mit der Adresse habe ich blöderweise nicht auf meinen Rechner überspielt, also ab ins Internet. Das kostet auf dem Pekinger Flughafen nichts, aber einen Zugangscode gibt’s nur, wenn man an einem Automaten seinen Pass einscannt – die Chinesen wollen genau wissen, wer bei ihnen surft und wohin. In Hongkong hat das kein Schwein interessiert.
Interessant übrigens: ich kann von China aus weder mein Blog noch Twitter erreichen – Pornoseiten werden von der staatlichen Webzensur dagegen durchgelassen. Dank Frauke, die von Berlin aus Missioncontrol, Postministerin und jetzt auch Blogbeauftragte kommen meine Texte (hoffentlich) trotzdem zeitnah ins Web. Dankeschön.
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