Montag, 18. Oktober 2010

Grummeln in der Magengegend

Ganz wohl ist mir nicht, als ich mich am Samstag in die Schlange am Check-In Schalter für Flug JS152 von Peking nach Pjöngjang stelle. Das mulmige Gefühl in meinem Magen weicht Erstaunen, als ich diverse Fernsehjournalisten in den Schlangen neben mir sehe. Dann treffe ich auch noch einen Kollegen aus Hamburg, der gerade in Tokio Vertretung macht – auch er ist auf den Weg nach Kim-Land. 

Abflug in eine andere Welt - beim Check In nach Pjöngjang

Bei der Ankunft in Pjöngjang ist es wieder da, dieses mulmige Gefühl. Die Soldaten am Einreiseschalter machen teilnahmslose Gesichter. Nur ihre viel zu großen Schirmmützen lassen sie etwas schräg aussehen. Die Grenzer haben viel mit den Journalisten zu tun, darum geht’s bei mir recht schnell. Auch die Zollkontrolle ist eher unproblematisch. Ich gebe mein Handy ab und stehe mitten in Nordkorea – ganz alleine. Denn die Begleiter, die mir angekündigt wurden, sind nicht da. Keiner nimmt von mir Notiz. Irgendwann steht ein sehr junger Mann im Anzug vor mir. Er heißt Kim, spricht recht gut deutsch und entschuldigt sich für die Verspätung. Er ist mein Reiseführer, dazu bekomme ich noch einen Aufpasser, der auch Kim heißt, aber nur japanisch spricht und auch mein Fahrer heißt Kim. Das kann ich mir merken.


Klein, aber "international" - der Flughafen von Pjöngjang

Mit einem alten koreanischen Geländewagen geht’s ins Hotel, die beiden nehmen mir meinen Pass ab und erklären mir die Regeln – keine Kim-Bilder falten, knicken oder knüllen, keine Fotos ohne Erlaubnis und nicht alleine durch die Gegend laufen. 

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