Mittwoch, 3. November 2010

Erste Annäherung

Nach der Woche im doch sehr westlichen Hongkong ist Seoul eine Riesen-Umstellung. Fast alles ist nur auf Koreanisch beschriftet. In der U-Bahn gibt es keine Papierkörbe und die Währung, der Won, ist auch sehr merkwürdig. Fast alles kostet hier vier- bis fünfstellige Beträge, denn 1000 Won sind gerade mal rund 65 Cent. Nach einem Besuch am Geldautomaten habe ich die Taschen voller 10.000 Won-Scheine und wünsche mir zum ersten Mal in meinem Leben, ich würde eine entsprechend große Geldbörse besitzen. Die Teile passen nämlich auch gefaltet kaum in die Hosentasche.

Vielleicht liegt es nur an der Gegend, vielleicht aber auch an den Koreanern. Aber hier wird heftigst gesoffen. Bei meinem Gang zur Garküche, kamen mir zwei lattenstramme Typen aus einer Kneipe entgegen. Stunden später fiel mir eine junge Frau fast vor die Füße. Sie war voll bis Oberkante Unterlippe und konnte sich kaum noch auf den Beinen halten. Die Kneipe, aus der die Frau fiel, hab ich mir dann mal näher angeschaut. Auf den ersten Blick eine ganz normale Bar. Auffällig war nur, dass eigentlich nur Männer am Tresen saßen. Die Frauen standen dahinter und waren offenbar das Personal. Alle Männer in der Bar hatten schon ordentlich getankt, waren aber noch lange nicht bereit aufzuhören. Es wurde gestritten, diskutiert geredet und nebenbei viel gesoffen und ein wenig gegessen. Plötzlich spricht mich ein Koreaner an – auf französisch. Interessant, was man in Bars in Seoul so erleben kann.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen