Samstag, 20. November 2010

Eine Nacht im Dschungel

Der Zoo von Singapur ist am Rande der Stadt. Eigentlich sind es zwei Zoos, denn es gibt einen für den Tag und einen für die Nacht. Die „Night Safari“ ist die Ferienlager-Nachtwanderung mit wilden Tieren.

Stechender Blick - interessante Show: der Eingang zur "Night Safari" in Singapur
Ein bisschen Folklore, ein paar Feuerspucker und ein Soundtrack der ein bisschen an „König der Löwen“ erinnert – das sind die ersten Eindrücke beim Betreten des „Night Safari“-Geländes. Lustiger wird schon bei den Open-Air-Klos. Mit Elektrozügen/bussen geht es durch den Park. Die Plätze an denen die Tiere sind oder sein sollten sind mehr oder weniger dezent angestrahlt. Erstaunlicherweise sind die meisten Tiere tatsächlich „am Platz“. Manche Gehege werden von Sponsoren unterhalten. Das der Tiger passenderweise von "Tiger Balm". Die Tourguides geben ihre Erklärungen in einem merkwürdigen Singsang, der ein bisschen an Märchen- oder Horrorstory-Erzähler erinnert. Giraffen, Elefanten, Löwen, Tapire und Wasserbüffel – teilweise schauen sie in den Touristenzug hinein. Sie sind so nah, dass man sie streicheln könnte.

Dschungel-Feeling und Folklore - Tanz- und Feuershow in der "Night Safari"
Es ist dunkel, es ist heiß, die Luft ist feucht – echtes Tropenfeeling. Nach der Tour gehe noch zu Fuß ein wenig durch den Park. Auf verschlungenen Fußgängerpfaden kann man der Natur ganz, ganz nah sein. Ich sehe eine „Fishing Cat“, die sich allerdings aus den Fischen im Wasserbecken vor ihr so gar nichts macht. Gelangweilt schaut sie in die Gegend. Auch bei den Ottern ist nix los, bis ein Pfleger vorbeikommt und sie füttert. Nachdem er wieder weg ist, bleibe ich noch ein Weilchen vor dem Gehege stehen – und werde von den Ottern angebettelt. Gutes Sehen scheint nicht ihre starke Seite zu sein. Krokodile, Tukane, Hirsche in allen Variationen leben hier im schummrigen Dunkel des Parks. Fotos zu machen ist schwer, denn dafür ist meine Kamera nicht lichtstark genug. Im Leopardengehege gelingt es doch:

Genügend Licht für ein Bild - der einzige scharfe Blick, den mir meine Kamera bei der "Night Safari" erlaubt hat
Entlang der Fußwege gibt es ein paar Überraschungen. Es gibt ein Gehege in dem Fledermäuse frei fliegen. Die kleineren sind auch recht hektisch unterwegs, während die größeren träge in den Bäumen hängen und kaum zu sehen sind. Ich wusste gar nicht, dass es durchaus interessant sein kann, wenn man Fledermäusen beim Schlafen zusieht. Der Weg durch die Nachtsafari ist spannend und unterhaltsam. Danke an Jürgen und Bettina für den Tipp.

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