Der Narita-Airport in Tokio ist mit Abstand der hässlichste Flughafen, auf dem ich je war. Hier weht noch der Geist der 70er Jahre durch die Abfertigungshalle. Nur die Check in- Automaten erinnern daran, dass man sich hier im 21. Jahrhundert befindet. Einchecken auf japanisch heißt: anstellen um dann an einem Automaten alles selbst zu machen und danach das Gepäck abzugeben. Blöd nur, dass der Automat partout nicht mit meinem Pass spielen will. Also gibt’s für mich die altmodische, analoge Variante. Vor mir checkt das russische Frauen-Volleyballteam ein und es dauert ewig. Dafür sind die Sicherheits- und Grenzkontrollen recht schnell erledigt. Auf dem Weg zum Gate will ich mir noch schnell was zu lesen kaufen. Es gibt den Spiegel von letzter Woche und ein englisches Gadget-Magazin. Als ich die Preise sehe, verzichte ich drauf. Der Verkaufspreis des Spiegels hat sich zwischen Hamburg und Tokio vervierfacht. Und so sehr ich die Kollegen an der Brandstwiete auch schätze, 16 Euro für eine Spiegel-Ausgabe ist dann doch doch mal mindestens 10 Euro zu viel.
Die 7 Stunden zwischen Tokio und Singapur vergehen tatsächlich wie im Flug. Die Maschine ist nicht mal halb voll. Ich kann mich auf den Mittelsitzen schlafen legen. Und mal wieder kocht sich Japan Airlines in mein Herz. Das Essen ist lecker (was auf dieser Reise bislang nicht all zu häufig der Fall war), nur ein paar Ansagen weniger wären ganz nett.
Auf den Boardingkarten von Singapur ist dick vermerkt, dass Drogenschmugglern die Todesstrafe droht. Ich habe noch etwas weißen Tee aus China bei mir. Hoffentlich kommt da kein Grenzer auf falsche Gedanken. Aber auch hier klappt die Einreise problemlos, Grenzer und Zoll sind schnell erledigt. Auf ins Hotel und in die Stadt. Als ich allerdings das Flughafengebäude verlasse, renne ich gegen eine Wand – aus Hitze und Feuchtigkeit. Willkommen in Singapur.
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