Montag, 8. November 2010

Das ist der Gipfel

In dieser Woche treffen sich in Seoul die Staats- und Regierungschefs der G20 Staaten. Und Seoul ist die erste Stadt in Asien, die dieses Gipfeltreffen ausrichten darf. So steht des auf den Plakaten, die überall in der Stadt hängen. Aber auch sonst ist es selbst für Ausländer unmöglich, davon nix mitzukriegen. Überall das Logo des Gipfels an vielen offiziellen Gebäuden, sicherlich schon seit Monaten wird dafür getrommelt. In der U-Bahn gibt es keine Mülleimer mehr, statt dessen aber Schränke mit Gasmasken, Lehrfilmchen wie sie einzusetzen sind und jede Menge Security. Neben der koreanischen Polizei sind auch immer noch ein paar spezielle Gipfelsherriffs unterwegs.

Für alle Fälle gerüstet: Gasmaskenschrank in der Seouler U-Bahn
Immer in der Nähe - die offiziellen G20-Gipfel-Sherriffs
Mit viel PR versucht die Regierung ihren Bürgern beizubringen, wie toll das ist und wie vorbildlich sie sich verhalten sollen. Keine laute Musik, keine aufdringlichen Klingeltöne, bitte die Straßen sauberhalten und überhaupt. Zumindest interpretiere ich das Plakat so, dass ich heute in der U-Bahn gesehen habe (wer Koreanisch kann und sieht, dass auf den Plakaten was anderes steht, bitte melden)

Bitte alle mitmachen - Plakate zum G20-Gipfel


Man muss kein Hellseher sein um zu wissen, dass hier ab dem 9. November die Hölle los sein wird. Die Gipfelgäste werden auf Händen getragen, die Seouler werden viel an gesperrten Kreuzungen und anderswo warten müssen. Und wahrscheinlich treffe ich auf meiner Weiterreise nach Tokio wieder Kollegen aus Hamburg auf dem Flughafen, die zum Gipfel anreisen. Würd mich zumindest nicht wundern, die Welt ist ja so klein.

Nachtrag, 09.11.10 - es ist tatsächlich passiert. Beim Bummel durch eine Shopping-Mall (die direkt am Gipfelgelände liegt, was ich nicht wusste) hab ich meine Kollegen aus Hamburg getroffen. Die Welt ist ein Dorf, das ist mal wieder der Beweis ;-) 

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